Remote-Arbeit ist nicht nur die Möglichkeit, E-Mails von zu Hause aus zu beantworten. Es ist die Freiheit, die Kulisse für seine Gedanken zu wählen.

Heute ist mein Büro ein hölzerner Steg irgendwo zwischen Stadt und Natur geworden. Der Partner ist in der Nähe, die Arbeit wartet, aber es hat etwas Besonderes, Meetings unter freiem Himmel abzuhalten, während im Kinderwagen das wertvollste Wesen im Universum schläft.

Blockhäuser, Ziegeldächer, ein Schild mit der Aufschrift „Fischerdorf“ – ein ironischer Name für jemanden, der nicht nach Fischen angelt, sondern nach der Balance zwischen Arbeit und Vaterschaft. Die Sonne wärmt, die Luft ist klar, und es gibt diese erdrückende Atmosphäre von Betonbürotürmen nicht.

Es ist wunderbar, wenn das Wetter solche Spaziergänge erlaubt. Aber noch schöner ist es zu verstehen: Du bist nicht an einen Ort gebunden. Du bist an Menschen gebunden. Und wenn sie in der Nähe sind, wird selbst eine Arbeitsbesprechung an der frischen Luft nicht zur Pflicht, sondern zum Privileg.

Manchmal reicht es, einfach die Kulisse zu wechseln, um vertraute Aufgaben aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Heute habe ich sie durch das Laub der Bäume und das leise Schnarchen von Vera gesehen.

Es hat sich gelohnt, dafür aufs Feld hinauszugehen.