Die Gründerin des britischen KI-Studios Particle6, Elaine van der Velden, erklärte, dass die virtuelle Schauspielerin Tilly Norwood nicht geschaffen wurde, um lebende Darsteller zu ersetzen, sondern um die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz zu zeigen und eine Diskussion in der Branche anzuregen.
Anlass für die Kontroversen war die Ankündigung des Films Misaligned, in dem eine KI-Figur die Hauptrolle spielt. Der Film erzählt die Geschichte eines digitalen Wesens ohne physischen Körper und menschliche Erfahrung. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase.
Nach der Präsentation von Tilly Norwood kritisierte die Gewerkschaft SAG-AFTRA den Einsatz synthetischer Figuren und wies auf die Risiken hin, KI mit den Arbeiten von Schauspielern ohne deren Zustimmung zu trainieren. Particle6 entgegnet, dass sie sich für eine klare Regulierung der Technologien einsetzen und die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte ohne Erlaubnis verbieten.
Laut van der Velden arbeitet das Studio bereits mit bekannten Vertretern Hollywoods zusammen, um ihnen die Werkzeuge der KI näherzubringen, und plant in Zukunft eine ganze Reihe digitaler Schauspieler zu schaffen.
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