
Ich setze das Thema Atmung fort, und heute sprechen wir darüber, warum wir im Yoga durch die Nase atmen und was das verändert.
Die Atmung durch die Nase ist eine der grundlegenden Empfehlungen im Yoga.
Wir tun dies nicht, „weil es so üblich ist“, es ist eine physiologisch begründete Wahl.
🤥 Die Nase ist nicht nur ein „Eingang für Luft“. Sie ist ein ganzes Unterstützungssystem für den Körper.
Was passiert, wenn wir durch die Nase atmen?
🦠Die Nase erwärmt, befeuchtet und reinigt die Luft von Staub und Bakterien,
🫀Die Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung verbessern sich,
💨Die Nase erzeugt einen leichten Widerstand gegen den Luftstrom.
Dieser Widerstand ist ein wichtiger Punkt.
Er verlangsamt die Atmung und vergrößert das Lungenvolumen. Der Körper versteht: Es gibt keine Eile, alles ist unter Kontrolle. Als Reaktion darauf wird das parasympathische Nervensystem aktiver aktiviert, genau das, das für Erholung, Anpassung und den Zustand „jetzt kann ich ausatmen“ verantwortlich ist 💆♀️
🧠Es gibt noch einen weiteren interessanten Effekt, den nur wenige kennen.
Bei der Nasenatmung entstehen sanfte rhythmische Schwingungen des Liquors, der Flüssigkeit, die im Schädel zirkuliert.
Diese Mikrobewegungen verbessern die Ernährung des Gehirns, stabilisieren den intrakraniellen Druck, verbessern die Gehirnaktivität und Konzentration. Ein gewichtiger Grund, durch die Nase zu atmen, nicht wahr?
Und nun zum Vergleich. Die Atmung durch den Mund tritt häufiger auf, wenn:
😤 wir gestresst sind,
⏳stark überlastet,
🫨ängstlich oder in Panik.
Für den Körper ist das ein Signal: Etwas stimmt nicht, wir müssen uns sofort sammeln🚨
Nützlich in einer Notsituation, wenn alle inneren Kräfte mobilisiert werden müssen. Wenn dies jedoch zum Lebenshintergrund wird, haben unsere Kräfte keine Zeit, sich zu regenerieren.
Wenn wir in der Yogapraxis die Nasenatmung beibehalten, entwickeln wir auf psychischer Ebene eine wichtige Fähigkeit – die Aufmerksamkeit im Prozess zu halten, auch wenn er schwierig ist.
Im Alltag senkt die Gewohnheit, durch die Nase zu atmen, das allgemeine Niveau der inneren Anspannung, hilft, sich schneller zu erholen, macht Reaktionen weniger schroff (und ja, manchmal rettet das die Menschen um uns herum 😉)
😌Es geht nicht um Kontrolle der Atmung, sondern um Achtsamkeit, Fürsorge und die feine Abstimmung des Körpers auf einen ruhigeren und stabileren Modus 🤍
Atmen Sie während der Praxis durch die Nase oder durch den Mund?
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