„Jenseits des Bildschirms“

Der Online-Raum ist zu einem der wichtigsten Orte für Kennenlernen und Kommunikation geworden. Visuell wirkt er oft leicht und ansprechend, doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine komplexe emotionale Erfahrung, die selten sichtbar wird – Angst, Erwartung und Enttäuschung. Hier kann man sich leicht als Teil eines endlosen Katalogs fühlen, in dem man nach ein paar Fotos und einer kurzen Beschreibung beurteilt wird.

Die Arbeit an dem Projekt war für mich eine Möglichkeit zu erforschen, was mit einem Menschen „jenseits des Bildes“ passiert und wie die äußere Form nicht mit dem inneren Zustand übereinstimmen kann.

Das Fotoprojekt ist als Kartenset mit Assoziationskarten gestaltet: Der Betrachter wählt eine Karte, die ihn visuell anspricht, und auf der Rückseite findet er die Antwort auf die Frage „Und wie bist du jenseits des Bildschirms?“, was einen spielerischen und interaktiven Effekt erzeugt. Die Karten geben keine direkte Antwort, sondern lassen dem Betrachter Raum für Interpretation, damit er das Gesehene mit seiner eigenen Erfahrung in Verbindung bringen kann.
„Und wie bist du – jenseits des Bildschirms?“