📉 Wie geht es dem nicht prioritären Wirtschaftssektor?

✔️Die überfälligen Schulden russischer Unternehmen haben ₽7 Billionen erreicht, ein Anstieg von fast 20% im Jahresvergleich (Rosstat). Die Gesamtverbindlichkeiten der Unternehmen nähern sich ₽293 Billionen, was das erwartete nominale BIP von ₽228 Billionen für 2026 übersteigt. Fast die Hälfte der Schulden, über ₽141 Billionen, entfällt auf Abrechnungen mit Gegenparteien und Steuerzahlungen, der Rest auf Bankkredite. Der größte Schuldner ist das verarbeitende Gewerbe mit ₽2,5 Billionen an überfälligen Zahlungen, gefolgt von Handel (₽950 Milliarden), Bergbau (fast ₽800 Milliarden) und Baugewerbe (₽321 Milliarden).

✔️Der Druck kommt von mehreren Seiten. Der Leitzins von 14,25% macht die Refinanzierung alter Schulden nahezu unmöglich; Unternehmen nehmen neue Kredite auf, um alte zu tilgen. Auch die Strafen für Steuerrückstände sind an den Leitzins gebunden. Im 1. Quartal 2026 stieg das Volumen notleidender Kredite juristischer Personen um mehr als 4% auf ₽11 Billionen; im KMU-Segment stieg der Anteil fauler Kredite um fast einen Prozentpunkt auf 19%. Vor diesem Hintergrund brachen die Unternehmensgewinne um mehr als ein Viertel auf ₽5,2 Billionen ein, die Investitionen gingen um 14% zurück.