
Zunächst erkläre ich, was Soziokratie 3.0 (S3) ist – es ist kein Framework. Im Gegensatz zur allgemein bekannten hierarchischen Struktur bietet S3 Führung durch Zustimmung (consent). Die Grundidee: Eine Entscheidung wird getroffen, wenn niemand begründete Einwände hat.
Das russische Unternehmen Oil Energy (Herstellung von Chemikalien für die Ölfeldservice) ist einer der prominenten Fälle der Einführung von S3. Sie haben vollständig auf klassische Direktoren verzichtet und sind zu einem System von Kreisen und Rollen übergegangen. Die Mitarbeiter haben ein Mitspracherecht bei der Gewinnverteilung und Strategie.
🔗 Fallstudie Oil Energy auf ihrer offiziellen Website
Die Methodik bleibt nicht stehen, sondern passt sich neuen Herausforderungen an. Hier sind die wichtigsten Änderungen:
— Modell des zielgerichteten Handelns: Treiber und Anforderungen sind jetzt in einem System vereint, das hilft, schneller von „wir haben ein Problem bemerkt“ zu „wir tun dies“ zu gelangen.
— Neue Strukturen: Es wurden Muster für komplexe Organisationen hinzugefügt – zum Beispiel Peach Organization (im Zentrum Unterstützung, außen diejenigen, die mit Kunden arbeiten).
— Fokus auf Sinn: Das Kapitel über gemeinsames Schaffen wurde zu Sense-making umgewandelt, das daran erinnert: Bevor wir abstimmen, müssen wir sicherstellen, dass wir die Realität gleich verstehen.
— Evolution der Domänen: Jetzt fixieren wir nicht nur Verantwortungsbereiche, sondern entwickeln sie ständig weiter durch das Muster Clarify and Develop Domains.
S3 wird zunehmend modularer und ermöglicht es Unternehmen, zu wachsen, ohne den gesunden Menschenverstand zu verlieren.
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